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„Air – Der große Wurf“ erzählt die unglaubliche Geschichte der richtungsweisenden Partnerschaft zwischen dem damaligen Newcomer Michael Jordan und der aufstrebenden Basketball-Division von Nike, die mit der Marke „Air Jordan“ nicht nur die Welt des Sports, sondern auch die zeitgenössische Kultur revolutioniert hat. Regie führte der preisgekrönte Filmemacher Ben Affleck. Auf bewegende Weise zeichnet „Air – Der große Wurf“ den Aufstieg eines unkonventionellen Teams nach, das bereit ist, alles aufs Spiel zu setzen. Der Film erzählt außerdem von der bedingungslosen Hingabe einer Mutter, die von dem außergewöhnlichen Talent ihres Sohnes fest überzeugt ist – und von dem Basketball-Phänomen, das zum besten Spieler aller Zeiten werden sollte.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Irgendwann im Verlauf von Air – Der große Wurf erzählt Rob Strasser, eine der früheren Führungskräfte bei Nike, davon, wie er im Auto immer wieder Born in the USA von Bruce Springsteen anhörte, wie ihn der Song antrieb, motivierte, bis er mal auf den Text geachtet hat. Denn das Lied ist bei weitem keine Hymne auf den amerikanischen Traum, sondern mehr auf das amerikanische Trauma. Es wird erzählt von einem Mann, der tut, was ihm gesagt wird und dafür nicht mehr erhält, als das Gefühl wertlos zu sein. Für Nike gab es Anfang der 1980er Jahre im florierenden Basketballsegment keine wirklichen Erfolge zu verbuchen. Man ging Geschäfte mit eher unbekannten Spielern ein, bis Sonny Vaccaro alles auf eine Karte setzte und versuchte den damaligen Rookie Michael Jordan unter Vertrag zu nehmen, denn alle anderen wären eben nur wertlos gewesen.

Im Grunde ist s fünfte Regiearbeit ein relativ gutes Zeitgeistdokument der Geschäftswelt der 1980er Jahre. Die Geschichte, wie Nike sich Jordan als Werbepartner und Sportikone sicherte, ist auf der einen Seite eine durchaus mitreißende Business-Story voller individueller Charaktere, spannender Momente und Entscheidungen, doch ähnlich wie bereits in Draft Day oder in Die Kunst zu gewinnen - Moneyball wird auch eine Sicht auf den Sport und den Wert eines präsentiert, die trotz aller wärmenden Worte kälter nicht sein könnte. So sympathisch, einnehmend und vertrauenswürdig der von Matt Damon (The Last Duel) gespielte Sonny auch rüberkommt, im Grunde war er einer der großen Wegbereiter dafür, dass das Sportgeschäft zwar gut und gerne von Fair Play schwafelt, im Grunde aber Menschen zu Marken machte. Wer nicht ins System passt, wird aussortiert. Legenden werden eben gemacht, nicht bloß geboren.

Davon will Ben Affleck (Argo) und sein Drehbuchautor Alex Convery sicherlich nichts erzählen, immerhin scheint Nike dem Film wohlwollend gegenüber zu stehen, doch wenn Ozark-Star Jason Bateman als Rob Strasser kurz über Born in the USA redet, hat es durchaus den flüchtigen Hauch davon, dass uns hier auf etwas aufmerksam gemacht werden soll, was der Film totschweigt. Sowieso wird vieles unter den Teppich gekehrt. Nike-Gründer und CEO Phil Knight, dargestellt von Affleck persönlich, changiert zwischen treuer Seele, Porsche fahrenden Dalai-Lama-Fan und taktisch denkendem Geschäftsmann. Ein feiner Kerl, von dem wir am Ende erfahren, dass er schon zwei Milliarden US-Dollar in Wohltätigkeitsprojekte investierte. Dass Nike damals wie heute immer wieder in der Kritik steht, u. A. wegen Kinderarbeit und mangelnder Nachhaltigkeit, wird weitestgehend unter den Teppich gekehrt. Wir sollen die Leute in ihren Büros dann halt doch alle sympathisch finden und dank der gut aufgelegten Darsteller fällt das auch sehr einfach. Dazu noch eine saubere, geradlinige Inszenierung und ein überzeugendes Script.

Air – Der große Wurf ist im besten Sinne ein solider, ein guter Film. Durch und durch mut- wie auch zahnlos, aber erzählerisch bestens aufgestellt und poliert. Dass das Drehbuch 2021 auf der Black List der besten (noch nicht umgesetzten) Scripts landete, verwundert da wenig. Noch dazu, dass nach der Doku-Serie The Last Dance (hierzulande auf Netflix zu sehen) das Interesse an Michael Jordan und seiner Karriere immens angestiegen ist. Der Film bedient die Lust nach mehr Wissen über die Hintergründe der NBA-Legende, befriedigt aber auch die Bedürfnisse, nach einem genügsamen Drama, welches mit leichter Komik genauso sicher agiert, wie mit der Darstellung der Dekade, in dem es spielt. Im tiefen Inneren verbirgt sich dazu noch das Porträt einer Geburtsstunde, als der Sport die Marke und die Marke den Sport entdeckt hat. Da ist es fast schon amüsant, dass es ausgerechnet Jordans Mutter ist (hier gespielt von der leider einzig relevanten Frau innerhalb der Besetzung: Viola Davis), die den ganz großen Deal für ihren Sohn (den wir außer in Archivaufnahmen nie zu sehen bekommen) eintütet und dabei selbst alte Business-Haudegen alt aussehen lässt.

Fazit

Abseits von seiner fast durchgängigen Mutlosigkeit, was die Schattenseiten des Business angeht, hat Ben Affleck einen wunderbar geradlinigen, wie auch polierten Werbefilm abgeliefert, der getragen wird von seiner tollen Besetzung. Eine wirklich anregende Geschichte, die aber vermutlich noch spannender und aufschlussreicher gewesen wäre, wenn man sich bei Nike etwas unbeliebter gemacht hätte.

Kritik: Sebastian Groß

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